gut in Beziehung

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Systemische Impulse für bewusste Paarbeziehungen

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Hallo und herzlich willkommen bei Gut in Beziehung. Ich heiß Torsten, ich bin Natur- und

Partherapeut und ich freue mich, dass du mir zuhörst. Wenn ich als Partherapeut Menschen

frage, wann sie das letzte Mal so richtig entspannt waren, dann höre ich ganz oft im Urlaub. Wenn

ich frage, wann habt ihr euch das letzte Mal richtig durchgestritten, dann kommt meistens

die gleiche Antwort nämlich auch im Urlaub. Und ich finde, das ist kein Zufall. Und in meiner

Praxis beginnen mir immer wieder zwei ganz unterschiedliche Urlaubsgeschichten. Die

haben auf dem ersten Blick gar nichts miteinander gemeinsam, aber beide erzählen etwas ganz

Wichtiges über Beziehungen. Da ist zum einen das Paar, das voller Vorfreude in den Urlaub startet.

Endlich Zeit füreinander, endlich weg vom Alltag Stress. Aber schon beim Packen oder bei der

Losfahrt geht es los, dass man sich irgendwie in die Haare kriegt. Und wenn man dann im Urlaub

ist, dann will er in den Pool, sie möchte die über die Stadt erkunden, man streitet sich darüber,

wo man abends essen geht und über die ganzen Kleinigkeiten, die zu Hause irgendwie nie

in den Problem waren. Aber im Urlaub ist es ein Problem. Und am Ende sitzen die Schweigen nebeneinander

und denken sich, warum haben wir jetzt eigentlich so viel Geld für diesen Urlaub ausgegeben? Wenn wir

zu Hause geblieben wären, dann hätten wir uns wenigstens nicht gestritten und es wäre irgendwie

harmonischer gewesen. Und dann gibt es da das andere Paar. Die haben einen großartigen Urlaub.

Lange Gespräche beim Spazieren gehen am Strand, zusammen lachen, gemeinsam neue Orte

entdecken. Die fühlen sich verbunden und so nah wie schon lange nicht mehr. Und die denken sich,

wenn sie dann auf dem Weg zurück sind, wow, toller Urlaub, so sollte das ja eigentlich immer sein.

Und vielleicht fuhrt es jetzt sehr anders in unserer Beziehung. Aber wie das so ist, nach zwei Wochen hat

ein der Alltag wieder und die Termine sind wieder da, der Stress ist wieder da, die gewohnten Abläufe

sind wieder da. Und plötzlich führt man wieder diese Distanz, die man im Urlaub nicht hatte. Und man

lebt eher nebeneinander als miteinander. Und die schönen Urlaubsgefühle, Urlaubsgefühle,

die sind dann wie weggeblasen. Beine Geschichten, die höre ich ganz häufig und beide fühlen zu einer

ähnlichen Frage, nämlich was passiert da eigentlich genau. Warum funktioniert manches im Urlaub

nicht, was zu Hause kein Problem ist? Und warum funktioniert manches im Urlaub anders und ist

ganz wunderbar und lässt sich aber irgendwie nicht mehr nach Hause nehmen? Und ich glaube,

ein Stück weit liegt die Antwort darin, dass Urlaub wie ein Vergrößerungsglas für Beziehungen wirkt.

Alles wird sichtbarer. Urlaub ist ja sowieso ein Ausnahmezetting. Alle gewohnten Strukturen fallen

weg. Der feste Tagesabdorf, den wir so gewohnt sind, ist nicht mehr da. Die vertrauten Räume sind

nicht mehr da. Die Räume, mit denen wir uns normalerweise begegnen, weichen auf. Und plötzlich

müssen wir als paar neue Entscheidungen treffen. Wo gehen wir hin? Was machen wir? Wie verbringen

wir die Zeit? Und dabei werden Muster sichtbar, die im Alltag sonst versteckt bleiben. Und da

will ich heute mit euch hingucken. Auf diese Urlaubsdynamiken. Warum bei manchen Paaren ist

so doll eskaliert im Urlaub und warum andere Paare tolle Erfahrungen machen, aber der Transfer

in den Alltag nicht wirklich klappt. Und ich will euch zeigen, wie ihr Natur nutzen könnt,

um daran anzuknüpfen und mehr mitzunehmen aus eurem Urlaub. Dann ganz egal, so welchem Typ ihr

gehört. Urlaub ist nicht das Problem, sondern Urlaub zeigt euch, was genau in eurer Beziehung

drinsteckt, welche Herausforderungen da sind, aber auch wo die ungenutzten Möglichkeiten für euch

liegen. Okay, lasst uns starten. Warum ist Urlaub wie ein Vergrößerungsglas für Beziehungen? Um zu

verstehen, was im Urlaub passiert, müssen wir uns zunächst anschauen, wie Beziehungen normalerweise

funktionieren. Im Alltag haben wir unzählige Strukturen und die helfen uns in der Regel. Wir

haben feste Arbeitszeiten, wir haben gewohnte Abläufe, wir haben vertraute Räume und diese

Strukturen wirken wie ein Sicherheitsnetz für unsere Beziehung. Die geben uns Halt und die

reduzieren die Anzahl der Entscheidungen, die wir als Paar treffen müssen. Und die Forschung zeigt

ja aber was ganz Faszinierendes. Nämlich das Stress und Beziehungsqualität viel enger

zusammen hängen, als wir das oft denken. Es gibt eine Studie von der Universität in Mishingen,

die haben 2000 Paar untersucht und herausgefunden, dass schon der Wegfall von alltäglicher Routine

das Stresslevel erheblich ansteigen lässt und gestresste Paare haben normal häufiger Konflikte,

nicht weil die sich weniger lieben, sondern weil ihre gewohnten Bewertungsstrategien nicht

mehr funktionieren. Und genau das passiert im Urlaub. Alle gewohnten Strukturen fallen weg,

ihr müsst plötzlich ständig verhandeln, man stehen wir auf, was vorstücken wir, wo gehen wir

hin, wer entscheidet was. Und diese permanente Abstimmung, die ist so anstrengend, dass die

meisten das gar nicht vorher ahnen konnten. Und dazu kommt, dass man rund um die Uhr zusammen ist,

ohne die üblichen Rückzugsmöglichkeiten. Kein separates Arbeitszimmer, kein Vereinstraining,

keine gewohnten Pausen voneinander. Und das führt dazu, dass Paare eben häufiger

einander rasseln, wenn sie im Urlaub sind. Für Paare, die zur Eskalation neigen,

wird genau das dann also der Falle. Probleme, die zu Hause durch die Routine, die man so hat

und durch die räumliche Trennung abgepuffert werden, die brechen dann ungefähr darauf. Die waren

vorher auch schon da, aber eben so durchgepuffert, dass sie nicht ins Gewicht gefallen sind. Eine

Studie aus dem Journal of Marriage & Family zeigt, Konflikte über Freizeitgestaltung sind bereits

im normalen Alltag die viert häufigste Streitursache bei Paaren. Und im Urlaub steht ja genau das

im Mittelpunkt und das den ganzen Tag und das sie jeden Tag vom Urlaub ist. Alle man bucht

oben was und weiß ganz genau, was das Programm ist. Insofern ist es gar nicht verwunderlich,

dass Paare, die eher zur Eskalation neigen, im Urlaub aneinander rasseln. Hier nochmal so

ein ganz typisches Beispiel für diese Alltagssituation, die dann wegbrechen. Also sie geht nach der

Arbeit joggen. Er schaut Nachrichten. Jeder hat seine Zeit für sich und danach ist man entspannt

füreinander da. Und genau das fällt im Urlaub dann weg. Sie möchte den Tag aktiv gestalten. Er

will lieber entspannen und plötzlich steht ihr oder das Paar vor der Frage festen Bedürfnis ist

eigentlich wichtiger. Und schnell wird aus dem, was machen wir eigentlich heute, so ein Grundsatz

Thema drauf. Über Rücksicht, Namen und Kompromisse und wer immer und wann nachgeben muss. Und dann

kommen so ganz grundsätzliche Themen auf die Agenda, mit dem man eigentlich gar nicht gerechnet

hat im Urlaub. Jetzt ist natürlich die Frage, warum geht das dem anderen Paar Typ so gut? Und das

spannende ist, dass hier genau derselbe Mechanismus funktioniert. Nur im Umgekehrt. Der Wegfall der

Alltagssituation befreit von den Mustern, die zu Hause Probleme verursacht haben. Also jetzt im

Urlaub gibt es keine E-Mails, die zwischendurch beantwortet müssen. Es gibt keine Hausarbeit,

die diskutiert werden muss. Es gibt keine unterschiedlichen Arbeitszeiten, die irgendwie

koordiniert werden müssen. Im Urlaub hat man dann endlich Zeit für das, was in der Beziehung zu

Hause oft so kurz kommt. Echte Aufmerksamkeit füreinander. Und auch hier eine Studie, eine

neu wissenschaftliche Studie, die zeigt, dass geteilte positive Erfahrungen, ein gemeinsamer

Sonnenuntergang zum Beispiel, gemeinsam ein neues Restaurant besuchen, eine schöne Wanderung. Das

Ei, das, was wir als Paar zusammen unternehmen, Oxytocin ausschüttet. Das ist das Bindungshormon

und das stärkt eben das Gefühl von Nähe und Verbundenheit. Das Problem ist nur,

diese Urraubserfahrung, die stehen ja unter künstlichen Bedingungen. Das ist ja nicht

der Alltag, den wir haben. Und es ist so, als würden wir unsere Beziehung im Labor testen,

unter optimalen Voraussetzungen, die es so gibt. Und uns dann wundern, dass es im Alltag leider

doch nicht so funktioniert wie im Labor. Wir konstruieren uns also im Urlaub eine andere

Beziehungswirklichkeit. Da sind wir das entspannte Paar, da sind wir das harmonische Paar oder das

abenteuerlustige Paar. Und diese neue Identität fühlt sich so gut an, dass wir denken, wow,

das ist es jetzt eigentlich, so sind wir doch eigentlich miteinander. Und wenn man dann nach

Hause zurückkehrt und die alten Muster und die alten Herausforderungen wieder da sind,

Arbeitszeiten, Hausarbeiten, Kinderversorgung usw. dann merken wir häufig, dass Urlaub eine

schöne Episode war, aber eben keine nachhaltige Veränderung. Und bei der Erfahrung, sowohl die

Eskalation im Urlaub als auch die Enttäuschung, dass man das, was man im Urlaub erlebt hat,

nicht mit in den Alltag retten kann, das zeigt dasselbe. Nämlich, dass Urlaub Beziehungsmuster

sichtbar macht. Und es verstärkt, dass was schon da ist, so dass wir es dann eben besser sehen und

wahrnehmen können. Und genau darin liegt eine Chance. Wie können wir die Muster, die wir da

sehen, jetzt verstehen, anstatt sie zu bewerten? Also vielleicht haben wir jetzt alle schon verstanden,

dass Urlaub die Muster, die wir im Beziehung sowieso schon Leben sichtbarer macht und dass das

ihm dazu führt, dass wir entweder frustriert im Alltag sind oder im Urlaub eskalieren. Aber das

ist eben kein Zufall, sondern das sind die Muster, die sowieso schon da sind. Wenn wir uns das Paar

angucken, dass er eskaliert im Urlaub, dass viele Konflikte hat, dann sind die im Urlaub in so

etwas wie einem Transitionsmodus. Die betreten ein neues Bühnenbild, aber die haben noch ihre

alten Skripte im Kopf. Stellt euch vor, ihr steht plötzlich auf einer völlig neuen Bühne. Fremde

statt anderes Hotelzimmer, ungewohnte Tagesabläufe, aber die Texte, das was ihr miteinander sprecht,

das was ihr quasi auswendig gelernt habt, das stammt immer noch aus eurem Alltag zu Hause. Und

dann ist es klar, dass es eskalieren muss. Ich habe ein Paar in meiner Praxis gehabt,

den ist es genauso gegangen. Sie war diejenige, die die Organisatoren war und er war eher der

spontane der Musikerin der Familie. Und diese Rollenverteilung hat gut im Alltag funktioniert,

aber wenn sie dann im Urlaub gefahren sind, ist es problematisch geworden, weil diese Bereiche

verschwommen sind. Weil das Bühnenbild auf einmal ein anderes war und die Skripte, die zu Hause

gegriffen haben, im Urlaub nicht mehr helfen. Sie hat noch mehr geplant als vorher, weil diese

Unsicherheit in der fremden Umgebung sie wahnsinnig gestresst hat und er war noch entspannter,

weil er sich endlich frei von allen Alltagswägen geführt hat. Und dann war klar, dass die beiden

aneinander rasseln in die im Urlaub. Bei harmonischen Paaren läuft ein anderer aber ähnlicher Prozess ab.

Auch die stehen auf der Bühne mit einem neuen Bühnenbild, aber die schaffen es,

neue Skripte zu entwickeln. Wenn sie also diejenige ist, die zu Hause die Effizienzmanagerin ist und

eher der Ruhepul, dann werfen die diese Skripte überbaut und werden zum Beispiel zu gemeinsamen

Entdeckern. Und mit diesem neuen Skript erleben die einen großartigen tollen Urlaub. Das Problem ist

nur diese neuen Skripte, die sind ganz eng an das neue Bühnenbild gekoppelt, an die

Toskane für Landschaft, an die Zeit ohne Termine, an die Freiheit von Alltagspflichten und all diese

Bühnenbilder, all diese Kulissen, die machen dieses Skript möglich. Aber wenn wir dann wieder zu

Hause sind, dann greifen automatisch die alten bewährten Skripte, die sonst auch in unserem

Alltag gegriffen haben. Sie wird wieder die Effizienzmanagerin, eher wird wieder der Ruhepul.

Man sitzt dann zu Hause und man vermisst es dann, gemeinsam die Welt zu entdecken,

so wie man das im Urlaub gemacht hat. Und dann fangen wir an zu interpretieren und denken uns,

Mensch, unsere Beziehung muss wirklich in Schieflage sein, wenn uns das so schnell wieder

verloren geht. Das Spannende ist die neuen Skripte, die sind ja nicht verschwunden, die sind ja

immer noch da, die brauchen nur eine andere Inszenierung. Wenn wir noch mal auf beide

Muster fauben, sowohl diesen konfliktbelahnen Urlaub als auch den Urlaub der Tolle ist,

der aber im Alltag nicht in den Alltag mitgenommen werden kann, dann stellt es uns ja immer wieder

für dieselbe Frage, nämlich welche Rolle wollen wir eigentlich in unseren Beziehungen spielen.

Die Streitenpaar, die entdecken, dass ihre gewohnten Rollen in einem neuen Kontext im Urlaub

nicht mehr funktionieren und das harmonische Paar entdeckt, dass sie viel mehr Rollen spielen

könnten, als sie im Alltag nutzen. Und die Konflikte, die entstehen also nicht, weil wir

in schlechten Beziehungen leben, sondern weil wir mit unpassenden Skripten auf Bühnen stehen

und Skript und Bühne passen nicht wirklich zusammen. Und die Lösung liegt aber nicht darin, dass wir

zu alten Bühnen zurück wollen oder permanent auf neuen Bühnen stehen, sondern die Lösung liegt

darin, dass wir bewusste neue Skripte für die alte Bühne entwickeln und alte Skripte für neue

Bühnen anpassen. Also das, was wir miteinander leben, dass wir darauf schauen und uns überlegen,

wie können wir das anders gestalten. Wenn wir das verstanden haben, dann können wir aufhören und

für unsere Urdubserfahrung zu geil sehen und zu überlegen, warum habe ich da jetzt so viel

Geld verschwendet oder warum funktioniert der Alltag jetzt schon wieder nicht. Und stattdessen

können wir das als Einladung verstehen, eine Einladung unserer Reportoire an Skripten an der Art

und Weise, wie wir miteinander umgehen, zu erweitern. Wie kann uns Natur jetzt dabei helfen, neue

Skripte zu finden, entspannter miteinander zu sein, sowohl im Urlaub als auch im Alltag. Die

Forschungszeit, dass Naturumgebung eine besondere Wirkung auf unser Nervensystem haben. Es gibt

eine Meteinalyse von über 50 Studien und die belegt, dass bereits 20 Minuten in der Natur messbar

unter unser Cortisol reduziert. Das ist unser Hauptstressumon. Gleichzeitig aktiviert Natur

unser pausenpartisches Nervensystem, das für Entspannung und für Regenation zuständig ist. Und

das hört sich so irgendwie ein bisschen esoterisch an, aber das ist eben messbare Biologie. Und warum

ist es jetzt für Paare und für den Urlaub relevant? Weil gestresste Paare nun mal stärker

miteinander streiten. Gestresste Menschen greifen in der Regel auf ihre ältesten, automatisiertesten

Verhaltensweisen zurück und die sind in der Regel nicht besonders hilfreich. Wenn Natur uns also

helfen kann, davon wegzukommen, dann ist es doch ein Grund, sie zu nutzen. Wie machen wir das denn

jetzt ganz praktisch? Also stellt euch vor, ihr streitet euch gerade darüber über eure Tagesplanung,

was ihr alles machen wollt und wer wann wohin gehen möchte in eurem Urlaub. Und dann ist es

glaube ich gut zu sagen, bevor wir uns jetzt weiter streiten, lasst uns einen Ortswechsel vornehmen,

lasst uns rausgehen in die Natur und wenn wir 20 Minuten lang am Strand lang gelaufen oder durch

den Wald gelaufen sind, dann schauen wir noch mal darauf, wie wir das lösen. Und ich kann euch

versprechen, dass ihr da deutlich bessere Lösungen finden werdet, als wenn ihr in der Situation

geblieben werdet. Es geht also nicht darum Konflikte zu vermeiden oder unter den Teppich zu

kehren, sondern es geht darum, einen anderen mentalen Zustand zu finden, der es euch erleichtert,

gute Kompromisse, gute Entscheidung miteinander zu treffen. Und ein 20 Minutener Spaziergang ist

da eine wirklich gute Investition. Gemeinsam in die Natur zu gehen, hat noch einen anderen

tollen Effekt. Nämlich dass es diese Side-by-Side-Kommunikation, man sitzt sich nicht gegenüber,

sondern man läuft nebeneinander her, man synchronisiert die Schritte miteinander, es ist

weniger konfrontativ und beim Wander und beim Spazierengehen kommt man so deutlich schneller

in Kooperation miteinander. Und das könnt ihr ganz einfach nutzen, indem ihr rausgeht und euch

zusammen in der Natur bewegt. Und ihr werdet vielleicht feststellen, dass wenn ihr das macht,

dass ihr eher in sowas wie kooperatives Denken miteinander kommt und diese Konfrontationsdynamiken,

die wir manchmal in Beziehung erleben, dass die damit wegfallen können. Es ist also durchaus

hilfreich, abends einfach noch mal einen kleinen Spaziergang zu machen, irgendwo in der Natur neben

den Herzen oder auf dem Fächter auch da schon den nächsten Tag zu planen. Ich glaube, dass diese

ganz kleinen Sachen wahnsinnig viel Kraft haben, wenn wir die wirklich nutzen. Für Paare, die im

Urlaub nicht streiten, sondern den der Transfer in den Alltag schwerer fällt, eure Herausforderung

ist ja eine andere. Ihr wisst, dass eure Beziehung richtig gut sein kann, aber dass die Qualitätshause

schwindet. Und hier kann Natur helfen, Tragvieh gebrücken vom Urlaub in den Alltag zu schlagen.

Und vielleicht könnt ihr euch überlegen, welche Ankernaturerfahrungen es in euer Urlaub gab.

Das sind meistens Momente, in denen man sich sehr verbunden miteinander gefühlt hat und die

finden ganz häufig auch irgendwie in der Natur statt. Das ist vielleicht der Sonnenuntergang am

Strand, das Gespräch auf einer Bergwanderung, das Sitzen im Park und das Quatsch miteinander. Und

diese Momente in der Natur, die euch verbunden haben, die als Anker zu nehmen und sie mitzunehmen und

sie in eurem Alltag inszenieren, das hilft beim Transfer. Und das bedeutet jetzt nicht,

dass ihr jeden Tag um wie drei Stunden wandern gehen müsst, um euch wieder nahezuführen,

aber diese Essenz, dieses wir sind miteinander unterwegs, wir können tolle Gespräche miteinander

führen und das auch, wenn wir nur eine Futterstunde zusammenspazieren gehen, das mitzunehmen und

die Verbindung herzustellen zwischen Urlaub und Alltag, das hilft, glaube ich. Und klar ist,

zehn Minuten auf dem Balkon mit Blick ins Grüne, das hat nicht dieselbe Intensität wie der

doskanische Sonnenuntergang, aber sie aktiviert dieselben Entspannungsmechaniken und dadurch

kann dieselbe Nähe entstehen. Und das ist das Tolle daran. Etwas ähnliches geht für die

Selbstreflektion. Und Probleme, die im Hotelzimmer riesig wirken, die schrumpfen auf ihre tatsächliche

Größe, wenn wir draußen in der Natur sind und das funktioniert am allerbesten, wenn wir da möglichst

weit gucken können. Und diese Weite, das relativiert häufig die Probleme, die wir vielleicht in

unserer Beziehung sehen. Und auch das kann ich mitnehmen in mein Alltag. Also diese auf am Meer

stehen und aus mehr Blicken und zu überlegen, wie kann meine Beziehung, unsere Beziehung besser

funktionieren. Das kann ich mitnehmen, indem ich in meinem Alltag mir auch Plätze suche,

in denen ich Weitsicht habe und dem wir uns dieselbe Frage noch mal stellen. Wo stehen wir

gerade miteinander? Was wäre für uns ein guter Schritt, um mehr Nähe in unserem Alltag zu spüren?

Und Natur ist kein Allheilmitte für Beziehungsprobleme, aber sie kann ein mächtiger Verbündete sein,

um aus solchen automatischen Mustern auszusteigen und neue Erfahrungen zu machen. Und das Großartige ist,

es kostet nichts, es ist überall verfügbar und es funktioniert sofort. Und deswegen meine

Einladung an euch, probiert es einfach mal aus. Probiert aus, was Natur mit euch und mit eurer

Beziehung macht. Jetzt kommen wir vielleicht nochmal zu einem entscheidenden Punkt, weil wir

gerade bei Selbstreflektion waren. Wie schafft ihr es, dass eure Urlaubserkenntnisse nicht nur

schöne Erinnerung bleiben, sondern tatsächlich euer Leben bereichern? Und das Problem für

der Paare ist, dass sie Urlaub als isoliertes Event betrachten, etwas das nix mit dem echten

Leben zu tun hat. Und ich glaube, das ist ein Denkfehler. Urlaub ist ein Experimentierfeld für

eure Beziehung. Setzt euch also nach eurem Urlaub bewusst zusammen und fragt euch, was haben wir

eigentlich über uns gelernt? Nichts, was war schön oder was war stressig, sondern ganz konkret,

welche Muster sind in sichbar geworden? Bei dem Paar, das ich von dem ich vorhin erzählt habe, war klar,

es gibt unterschiedliche Sicherheitsbedrohnisse. Es gibt einen Teil der ganze Struktur und

Sicherheit braucht und es gibt einen anderen Teil der mehr Flexibilität und Freiheit braucht. Und

im Alltag mit getrennten Bereichen funktioniert das ganz gut, aber vielleicht braucht das auch

neue Regeln, um bereichert in der Beziehung weiterzuleben. Und daraus könnt ihr eure ganz

eigene Transferstrategie entwickeln. Was nehmt ihr mit und was hast ihr da? Mit dem könnt ihr die

Erkenntnisse über eure eigenen Bedürfnisse und die Fähigkeiten, die ihr miteinander gezeigt habt.

Und da lassen könnt ihr auf alle Fälle die Erwartung, dass alles genau so funktioniert,

wie unter idealen Urlaubsbedingungen. Bei dem Paar, von dem ich gerade schon erzählt hatte,

war dann klar, bei wichtigen Dingen plant sie, bei spontaneren Sachen entscheidet er. Und beide

lassen zurück, dass einer von beiden falsch liegt. Denn beide Bedürfnisse haben ihre Berechtigung.

Und bei allen guten Vorsätzen geht, kleine, aber konsistente Schritte sind nachhaltiger,

als die großen Vorsätze. Also, nehmt euch kleine Sachen vor, lasst es die 10 Minuten oder den 10

Minuten Abendspaziergang sein oder, dass wir sitzen nochmal abends auf der Terrasse, statt diese großen

Projekte, die nicht lange anhalten. Und ich glaube, der Schlüsse zur Veränderung und auch, dass es euch

fand ich allem bewusst, das ist Konsistenz. Das heißt, es geht darum, dass ihr die Dinge kontinuierlich

macht und wiederholt. Und auch wenn der Alltag euch wieder zurück hat und alte Muster anfängt zu greifen,

ist es glaube ich gut, sich regelmäßig hinzusetzen und zu überlegen, wo stehen wir denn gerade,

wie geht es uns miteinander, was ist aus unseren Vorsätzen geworden, mit den Dingen, die wir

mitnehmen wollten aus unseren Urlaubserlebnissen. Zum Abschluss können wir glaube ich festhalten,

dass Urlaub mehr ist als nur Erhodung, sondern ein Labor für eure Beziehung. Ein Ort, wo ihr

unter besonderen Bedingungen entdecken könnt, was in euch steckt. Sowohl die Herausforderung als auch

eure Sternstunden. Wenn ihr das nächste Mal im Urlaub seid, ganz egal ob harmonisch oder eher

konflikt behaftet, erinnert euch daran, ihr seid Forscher eurer eigenen Beziehung. Jeder Streit

zeigt euch, welches Bedürfnis vielleicht noch gesehen werden möchte und jeder schöne Moment

zeigt euch, welche Qualitäten möglich sind und wie ihr bewusst füreinander da sein könnt. Und es

zeigt nochmal aus dem Thema Versicht, es gibt keine schlechten Urlaubserfahrung, nur unterschiedlich

nützliche Erkenntnisse. Die Paare, die im Urlaub streiten, lernen etwas über ihre Grenzen und

ihre unausgesprochenen Erwartungen. Die Paare, die wunderbare Zeiten haben und zu Hause enttäuscht

sind, lernen etwas über ihr ungenusses Potential. Und ich wünsche euch von Herzen, dass genau das

etwas ist, das ihr mitnehmen und in eurer Beziehung anwenden könnt. Der Weg dahin führt dich und

deinen Partner vielleicht raus in die Natur, in die Entschleunigung und in die Musterunterbrechung.

Es gußt unbedingt deinen Torsten.

Über diesen Podcast

Eine Beziehung ist wie ein Weg mit vielen Wegbiegungen – manchmal führt er bergauf, manchmal durch unwegsames Gelände. Doch auch wenn sich Paare zeitweise verlaufen oder der gemeinsame Pfad unklar wird, gibt es immer die Möglichkeit, neue Richtungen einzuschlagen.

In diesem Podcast begleite ich euch dabei, eure Beziehungsdynamiken zu verstehen und bewusste Entscheidungen für euren gemeinsamen Weg zu treffen. Ob es um Kommunikation geht, um das Spannungsfeld zwischen Nähe und Freiraum oder um alte Muster, die sich immer wieder zeigen – hier findet ihr systemische Perspektiven und praktische Impulse für mehr Klarheit in eurer Partnerschaft.

Die Natur spielt dabei eine besondere Rolle. Sie zeigt uns, dass Wachstum Zeit braucht, dass Veränderung natürlich ist und dass auch nach schwierigen Phasen neue Möglichkeiten entstehen können.

Jede Episode bringt euch konkrete Erkenntnisse mit, die ihr direkt in euren Alltag integrieren könnt – ohne Patentrezepte, aber mit fundierten Ansätzen aus der systemischen Paartherapie.

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Den Beziehungscheck und weitere Impulse findet ihr auf https://www.thorsten-koecher.de/beziehungscheck/utm_source=podcast&utm_medium=podcastbeschreibung

von und mit Thorsten Köcher

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