Mental Load: Wenn du alles trägst und es keiner sieht
Ich nehme dich mit auf einen Spaziergang durch den Wald und spreche über ein Thema, das viele kennen, aber kaum jemand sieht: Mental Load. Diese stille, dauerhafte Denkarbeit, die unser Leben organisiert, bevor überhaupt etwas getan wird. Ich beschreibe, wie es sich anfühlt, wenn es außen ruhig ist, aber innen keine Pause einkehrt.
Ich ordne ein, was hinter dieser Last steckt, und greife eine Studie von Alison Daminger auf, die zeigt, dass Mental Load aus mehreren Phasen besteht: dem Vorausdenken, dem Erkennen, dem Entscheiden und dem Nachhalten. In vielen Beziehungen übernimmt eine Person all diese Schritte allein.
Ich teile, warum diese Ungleichverteilung nicht nur müde macht, sondern auch Nähe erschwert. Wenn einer immer vorausplant und der andere auf Anweisungen wartet, entsteht ein Gefühl von Alleinsein auf der einen und Kontrolle auf der anderen Seite. Das drückt auf die Beziehungsqualität beider.
Am Ende lade ich dazu ein, den Blick zu weiten: Weg von Aufgabenlisten, hin zu dem, was innerlich getragen wird. Mental Load ist kein persönliches Versagen, sondern ein Beziehungsphänomen. Und vielleicht ein Anfang, um Verantwortung neu zu teilen.
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