gut in Beziehung

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Systemische Impulse für bewusste Paarbeziehungen

Transkript

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Hallo und herzlich willkommen. Du hörst gute Beziehung. Ich heiße Thorsten und ich freu mich riesig, dass du mir zuhörst.

Dieses Jahr sind viele Workshops geplant. Der nächste Workshop findet schon am 22. Februar in Berlin Friedenau statt.

Und das ist ein Aufstellungsworkshop. Um genau zu sein, ein systemischer Familienaufstellungsworkshop.

Aufstellungen gehören regelmäßig zu meiner Arbeit. Das vergeht keine Woche, in der ich nicht irgendwie irgendetwas mit meinen Klientinnen und Klienten aufstelle.

Aber was genau ist denn jetzt eine Familienaufstellung?

Am allerersten lässt sich eine Familienaufstellung als so, dass wir ein Live-Coaching in der Gruppe beschreiben.

Und es geht darum, weiße Flecken, Muster in Beziehungsdynamiken auch zu decken.

In meiner Arbeit verstehe ich Menschen vor allem als Beziehungswesen, als Teil eines einzigartigen Systems aus anderen Menschen.

Das kann unsere Herkunftsfamilie sein, das kann unsere aktuelle Familie sein, das kann aber zum Beispiel auch das Team auf meiner Arbeit sein.

Und das heißt auch, dass Symptome nicht zwangsläufig meine Fehler sind oder sich etwas falsch gemacht haben oder ändern sollte,

sondern das sind Hinweise auf tiefer liegende Probleme in diesem System, in dieser Menge von Menschen, mit denen ich in irgendeiner Art und Weise verbunden bin.

Und wenn wir aufstehen und machen, dann stellen wir ganz häufig fest, dass Symptome oft eine Lösung sind.

Eine schräge, vielleicht manchmal nicht mehr sinnvolle Lösung, aber eine Lösung für ein tiefer liegendes Problem.

Und genau darum geht es in Familienaufstellungen.

Dieses tiefer liegende Problem zu sehen, das System zu sehen, wie es als Lösung dahinein passt und zu schauen, was es vielleicht sinnvoller.

Welche Veränderungen wurden das Symptome leichter machen oder dafür sorgen, dass es gehen darf?

Und das erreiche ich, indem ich mein System, die Menschen, mit denen ich mich verbunden fühle, wenn ich mir diese Herausforderung angucke, indem ich die aufstelle.

Aufstellen bedeutet, ich verteile Stellvertreter dazu im Raum.

Und dieses Bild, das ich da kreiere bei einer Familienaufstellung mit Stellvertretern, die ich im Raum verteile, das ist meine ganz individuelle Wahrnehmung von System und von Symptomen.

Bei welchem Problem kann denn jetzt eine Familienaufstellung helfen?

Und das können alle möglichen Symptome sein, die ich wahrnehme, die aber irgendwie entweder wiederkehrende Muster darstellen oder die immer wieder im selben System auftreten.

Das heißt, es kann um mich gehen, es kann um das Thema Selbstliebe gehen, es kann um Ängste geben, es kann darum geben, dass ich das Gefühl habe, ich bin nicht richtig im Leben und kann es gar nicht festmachen,

weil mir dieses Gefühl vielleicht von meinen Eltern übergeben worden ist.

Es kann um Paarkonflikte geben, es kann um Familienkonflikte geben und das ist ganz egal, ob es um meine Familie im Hier und Jetzt geht oder meine Herkunftsfamilie.

Und es kann natürlich auch um alles anderen gehen, wo ich mit anderen Menschen interagiere, zum Beispiel bei mir auf Arbeit.

Und immer dann, wenn ich feststelle, es gibt ein Muster, es gibt immer wieder dieselben Herausforderungen, ich stoße immer wieder an meine eigenen Grenzen in ähnlichen Situationen, dann kann eine Familienaufstellung helfen.

Und die Antwort, die wir in einer Familienaufstellung suchen, das ist wie gelingt tiefe Verbundenheit auf Augenhöhe.

Wie komme ich körperlich und mental in meine Kraft und wie gelingen mir erföhende Beziehungen?

Wie läuft eine Familienaufstellung jetzt ab? Es gibt unterschiedliche Art und Weise, wie man eine Familienaufstellung durchführen kann.

Ich erzähle euch kurz davon, wie das am 22. Februar in Berlin ablaufen wird.

Wir werden ungefähr 16 Leute sein.

Und wenn ihr euch für den Workshop anmeldet, habt ihr die Auswahl zwischen ich möchte gerne mein eigenes Thema aufstellen und ich möchte gerne teilnehmen und die Methode kennenlernen.

Wir werden dort in einem großen Kreis sitzen und zu Anfang werde ich mit demjenigen oder derjenigen, die ihr eigenes Problem aufstellen möchte, in die Mitte des Kreises geben und wir werden uns über die Herausforderung, die der oder diejenige hat, unterhalten.

Wir werden darüber sprechen, wann die Auftritt, wann das Symptom sichtbar wird und wer alles zu dem System dazu gehört.

Und dann hat derjenige die Möglichkeit aus dem Kreis der anderen Teilnehmer Stellvertreter auszusuchen.

Und diese Stellvertreter dürfen dann im Raum verteilt werden.

Und ich kann über die Nähe und die Distanz der einzelnen Stellvertreter und über die Körperhaltung ganz viel an Beziehungsdynamik ausdrücken.

Und ich kann damit ein eigenes Bild meines Familiensystems aufstellen.

Und das wirklich Spannende dabei ist, dass diejenigen, die dort als Stellvertreter fungieren, dass die eine ähnliche körperlich und emotionale Reaktion zeigen, wie die Menschen im echten Leben.

Und ich kann dir nicht genau erklären, woran das liegt, ob das Übertragungen sind, ob das was mit Spiegelneuron zu tun hat oder mit Energieflüssen.

Aber vielleicht kennst du das, dass du an jemanden denkst und genau in dem Moment klingelt das Telefon.

Oder dass du das Gefühl hast, du solltest jemanden anrufen, weil du dir gerade Sorgen machst.

Und du ruft an und derjenige, den du anrufst, der sagt dir, Mensch wie gut, dass du genau jetzt anrufst, genau jetzt brauche ich deine Hilfe.

Und diese Form von Übertragungen, die finden auch in einer Familienausstellung statt.

Und weil das so ist, ist so eine Familienausstellung nicht nur hilfreich für denjenigen, der aufstellt, weil er die Beziehungsdynamiken erkennen kann,

sondern auch für diejenigen, die Stellvertreter sind, weil sie in Emotionen eintauchen und sie wieder verlassen können und weil sie Impulse auch für ihre eigenen Familien und für ihre eigenen Herausforderungen mitnehmen können.

Grundsätzlich kann jeder aufstellen und jeder Stellvertreter sein.

Wenn du an dem Workshop als Stellvertreter oder als Teilnehmer teilnehmen möchtest, dann kannst du natürlich auch sagen, Heitstop,

das ist ein Thema, das mir gar nicht liegt oder es mich irgendwie triggert, daran möchte ich nicht teilnehmen.

Das ist absolut in Ordnung.

Eine Familienausstellung ist also für alle die, die so wiederkerne Muster erkennen in ihren Beziehungsdynamiken.

Und sie ist aber nicht für diejenigen gedacht, die sagen, ich gehe da jetzt hin und ich nehme an so eine Familienausstellung teil und danach bin ich geheilt und ich muss mir nie wieder Gedanken machen über Beziehungsdynamiken.

Was hilfreich ist, sind die Impulse, die du mitnehmen kannst und dann geht es aber auch darum, die im Alltag zu leben.

Wie löst jetzt eine Familienausstellung eigentlich ein Problem?

Ich habe gerade schon erzählt, dass diese Muster, diese Beziehungsdynamiken, dass die sichtbar werden in einer Familienausstellung.

Und die werden nicht nur sichtbar, sondern die werden auch emotional und körperlich spürbar.

Du kannst es also wahrnehmen, wie es den einzelnen Stellvertretern geht und wie es dir geht in dieser Ausstellung.

Und dann hast du die Gelegenheit mit dieser Ausstellung zu experimentieren, indem du dich selber bewegst, indem du eine andere Haltung einnimmst, indem du dir andere Menschen näher heran oder weiter wegwünscht.

Und du kannst immer wieder eintauchen in dieses, wie geht es mir damit, in die Emotionen, die damit verbunden sind.

Und das bedeutet auch, dass du ein Stück weit erfahren kannst, wie sich eine Lösungsidee anfühlt auf emotionaler und auch auf körperlicher Ebene.

Manchmal findet man gleich eine Idee, die ein Weiterhilft in der System verändert und die dafür sorgt, dass ein Symptom weniger störend ist oder es ganz gehen darf.

Manchmal muss man ein bisschen herum experimentieren, bis man für sich eine Lösung gefunden hat, die nicht nur vom logischen Herzen macht, sondern die sich auch emotional und körperlich richtig anfühlt.

Mir persönlich machen Familienausstellungen viel Spaß, weil ich das Gefühl habe, dass sie wirklich einen großen, großen Mehrwert für diejenigen bringen, die teilnehmen oder selbst ausstellen.

Und ich mache da schon eine ganze Weile und traue mir zu, auch schwere Themen in einer Familienausstellung zu halten.

Wenn du also Interesse hast, dir deine Themen näher anzuschauen oder du erstmal schauen möchtest, wie das denn in Natur abläuft, dann bist du herzlich eingeladen, am 22. Februar dabei zu sein.

Alle Infos und die Anmeldung, die findest du in den Show Notes oder auf meiner Homepage, wenn du auf Workshops klickst.

Ich danke dir herzlich fürs Zuhören und vielleicht sehen wir uns dann am 22. Es grüßt unbedingt dein Torsten.

Über diesen Podcast

Eine Beziehung ist wie ein Weg mit vielen Wegbiegungen – manchmal führt er bergauf, manchmal durch unwegsames Gelände. Doch auch wenn sich Paare zeitweise verlaufen oder der gemeinsame Pfad unklar wird, gibt es immer die Möglichkeit, neue Richtungen einzuschlagen.

In diesem Podcast begleite ich euch dabei, eure Beziehungsdynamiken zu verstehen und bewusste Entscheidungen für euren gemeinsamen Weg zu treffen. Ob es um Kommunikation geht, um das Spannungsfeld zwischen Nähe und Freiraum oder um alte Muster, die sich immer wieder zeigen – hier findet ihr systemische Perspektiven und praktische Impulse für mehr Klarheit in eurer Partnerschaft.

Die Natur spielt dabei eine besondere Rolle. Sie zeigt uns, dass Wachstum Zeit braucht, dass Veränderung natürlich ist und dass auch nach schwierigen Phasen neue Möglichkeiten entstehen können.

Jede Episode bringt euch konkrete Erkenntnisse mit, die ihr direkt in euren Alltag integrieren könnt – ohne Patentrezepte, aber mit fundierten Ansätzen aus der systemischen Paartherapie.

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Den Beziehungscheck und weitere Impulse findet ihr auf https://www.thorsten-koecher.de/beziehungscheck/utm_source=podcast&utm_medium=podcastbeschreibung

von und mit Thorsten Köcher

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