gut in Beziehung

gut in Beziehung

Systemische Impulse für bewusste Paarbeziehungen

Transkript

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Hallo und herzlich willkommen bei Gut in Beziehung, ich heiß Torsten, ich bin Pantherapeut und

ich freue mich riesig, dass du hier bist, um mitzuerst.

Ich habe euch insgesamt fünf Fragen mitgebracht, die aus meinem Praxiseiter kommen oder die

mir per E-Mail gestellt wurden.

Und ich hoffe, dass für dich ein paar Ideenabfallen, die dir helfen, mehr Parts zu haben, die dich

und deinen Lieblingsmenschen erfüllt.

Ok, jetzt lasst uns starten.

Die erste Frage ist, Mensch, ich bin immer so erschöpft, ich habe einfach keine Energie,

weder abends noch am Wochenende, ich bin einfach immer total platt, ich kann mir gar nicht

vorstellen, wo ich die Kraft hernehmen soll, um mich auf Partzeit einlassen zu können.

Das ist ein ganz häufiger Satz, den ich regelmäßig vom Menschen höre, die 30, vielleicht 35

sind, die die ersten Kinder bekommen haben, die gerade dabei sind, beruflich Karriere

zu machen oder, und oder, besser gesagt, auch noch ein Haus bauen, die sind also rund

unter Uhr mit allem Möglichen beschäftigt und klar, dass sie keine Zeit für Partzeit

haben.

Und eine Beobachtung, die ich gemacht habe bei genau diesen Paaren, die so sehr beschäftigt

sind, ist, dass selbst wenn die das schaffen, sich Partzeit zu nehmen.

Wenn die sagen, Mensch, wir sind beide erschöpft, los kommen, wir gehen am Wochenende in die

nächste Saunalandschaft und liegen mal drei Stunden die Füße hoch, während die Oma die

auf die Kinder aufpasst.

Selbst wenn so ein Stadt findet, dann bedeutet es ja nicht, dass die Zeit miteinander verbringen,

sondern eigentlich ist es Me Time, Zeit, die ich für mich nutze, parallel zu meinem

Lieblingsmenschen und es ist nicht wirklich eine Zeit, in der ich mich auf meinen Lieblingsmenschen

konzentrieren und einlassen kann, sondern es geht darum, dass ich mein Akku wieder auflade.

Und wenn man das ein paar Mal gemacht hat, dann gibt es Paare, die irgendwann feststellen

und sagen, Mensch, jetzt haben wir schon ein paar Zeit, aber ich habe das Gefühl, wir sind

uns gar nicht viel näher gekommen dadurch.

Irgendwas scheint ja in unserer Beziehung nicht zu stimmen, wenn wir Paarzeit machen und das

aber so wenig Effekt hat.

Aber ich glaube, dass Me Time genau der Schlüssel ist, um aus dieser Energiefahle, aus diesem

Tief wieder rauszukommen, indem man sich gegenseitig Me Time schenkt, indem ich sage, ich schaufe

mir den Arm frei, ich nehme die Kinder, ich übernehme die Aufgaben, die anstehen, damit

mein Lieblingsmensch die Zeit hat, seine Batterien aufzuladen auf die Atomeise, die

für ihn oder für sie am besten ist.

Und umgedreht, dass mein Lieblingsmensch mir Me Time schenkt, damit ich meine Batterien

aufladen kann.

Und wenn wir das ein paar Mal gemacht haben, wenn wir das etabliert haben und das ein Monat

gelaufen ist, dann ist die Frage nach aller, aller frühestens einem Monat, sind die Batterien

soweit aufgeladen, dass wir uns aufeinander freuen, dass wir gerne Zeit miteinander hätten

und nicht nur Entspannung nebeneinander her.

Und ihr merkt vielleicht schon, dass es auch hier um die Balance zwischen Autonomie und

Bindung geht.

Es geht darum, beides im Balance zu bringen, damit beides da sein kann, Paarzeit da sein

kann, aber auch ich Zeit für mich habe, um mich zu regenerieren.

Wenn also eure Frage ist, wie schaffen wir es, Energie für Paarzeit zu haben, dann wäre

meine Idee, fangt mal mit der Mietzeit an und guckt mal, ob sich danach nicht auch ein

Zeitfenster für die Paarzeit ergibt.

Von Menschen, die länger zusammen sind und deren Kinder meistens schon aus dem Haus sind,

höre ich eine andere Frage.

Von denen höre ich, Mensch Thorsten, wir sind jetzt knapp für 30 Jahre zusammen, wir haben

alles miteinander erlebt, die Kinder sind aus dem Haus oder zumindest aus dem grübsten

raus, Paarzeit ist irgendwie langweilig geworden, wir kennen uns so gut, wir können uns gar

nicht vorstellen, dass es mal irgendwie noch was Interessantes, was Neues zu entdecken

gäbe in unserer Beziehung.

Und das spannende ist, dass es in jeder Beziehung, auch in einer Beziehung, die schon 30 Jahre

lang gehalten hat, dass es Dinge gibt, die da exkommuniziert sind.

Also es gibt Dinge, über die habe ich noch nicht mit meinem Lieblingsmenschen geredet.

Fantasien, Träume, Vorstellungen, Dinge, die ich mal erleben möchte und es lohnt sich,

da sich zu trauen, das mal aufzumachen.

Und ihr werdet feststellen, wenn ihr euch das traut, dass ganz interessante neue kreative

Ideen dabei rauskommen.

Und ansonsten gibt es jede Menge Bucket Lists für Paare, die man abarbeiten kann, indem

man tolle Ideen, tolle Vorstellungen findet, um Dinge zu tun, die neu sind, die beiden Spaß

machen und wo man den Partner auch nach 30 Jahren noch mal in einer neuen Rolle oder

in einem neuen Licht erleben kann.

Die dritte Frage stammt von Eltern, die mitten in ihrer Elternrolle aufblühen.

Die Kinder brauchen einen Intensiv, diese Meister sind im Grundschule oder im Schulalter.

Und diese Eltern berichten, wir sind ein großartiges tolles Elternteam, aber irgendwie sind wir kein

Liebespaar mehr.

Und ich kann mir Intimität nur noch schwer vorstellen.

Und ich frage da häufig nach, meint ihr Intimität oder meint ihr Sexualität?

Und die Antwort ist meistens, wie man eigentlich beides.

Und wenn wir darauf gucken, dann merken wir, dass es nur ganz wenig Berührungspunkte im

Alltag gibt.

Also es gibt kaum eine Umarmung, es gibt keinen Abschiedskurs, es gibt keinen Händchenheiten

auf der Parkbank und so weiter und so weiter.

Es gibt ganz wenige Momente, wo so etwas wie Nähe, emotionale Nähe, körperliche Nähe

entstehen kann.

Und in dem Zusammenhang fällt mir immer Jasper Julein, der gesagt hat, dass glückliche Kinder

nur dann entstehen, wenn sie glückliche Eltern haben, und zwar Eltern, die auch als Paar glücklich

miteinander sind.

Und ich finde, wenn man sich als Liebespaar aus den Augen verloren hat, dann lohnt es

sich, mit diesen kleinen Beziehungspunkten wieder anzufangen und zu schauen, wie sich

das anfühlt, wie ist das für mich, wie ist es für meinen Lieblingsmenschen und darüber

ins Gespräch zu gehen und sich darüber auszutauschen, was der andere und was ich mir denn gerade

wünsche.

Wovon will ich mehr?

Die vierte Frage ist eher eine Klage, als eine Frage, die ich aber auch häufig zu

hören bekomme.

Das sind meistens Partner, die von ihrem Lieblingsmenschen berichten, Mensch, ich erlebe mein Partner,

mein Gegenüber eigentlich nur noch mit dem Handy vor der Nase.

Und ganz egal, was ich veranstehe, um Aufmerksamkeit zu erregen, irgendwie scheinen die Medien,

scheinen soziale Netzwerke immer wichtiger zu sein als die Beziehung.

Und ich glaube, dass man häufig unterschätzt, welchen Suchtfaktor soziale Medien auswirken

können und dass man manchmal so regelrecht hineingesaugt wird in sein Handy.

Es geht ja zum Teil auch so, dass ich da sitze und mir denke, oh Mensch, wo ist denn jetzt

die Stunde hin, die du hier vor deinem Handy sitzt und gedattet hast.

Das ist das eine, man unterschätzt es und das zweite ist, man wünscht dich aber eigentlich

etwas anderes.

Eigentlich möchte man entspannen, eigentlich möchte man sein Akku wieder aufladen, abschalten

können und sich irgendwie erholter fühlen nach so einer Zeit am Handy.

Und es ist ganz häufig so, dass eher der umgedrehte Fall eintritt, sondern wir uns genauso geschafft

und genauso erledigt fühlen, bevor ja oder noch erledigt da, weil wir einfach müder

geworden sind in der Zeit, die wir am Handy hängen.

Und ich glaube, dass es zwei Maßnahmen gibt, die da helfen können.

Das eine ist, dass derjenige, der so regelmäßig am Handy sitzt und zockt sich an überlegen

sollte, ist das die Art und Weise, wie Entspannung mir gut tut oder gibt es etwas anderes, was

für mich hilfreicher wäre, um mein Akku wieder aufzuladen.

Und das zweite ist, was man als Paar besprechen kann, ist, welche Regeln und Grenzen soll es

geben, wo sind soziale Medien, wo es ein Handy erlaubt und in welchen Situationen ist es

bitte wegzulegen.

Gelegenlich ist es aber auch ein Ausweichmechanismus.

Also immer dann, wenn ich keine Lust habe, mich auf meiner Partnerin oder meinen Partner

einzulassen, dann kann ich das Handy super gut als Ablenkung nutzen, um gleichzeitig

auch zu signalisieren, Mensch, ich bin für dich gerade nicht erreichbar.

Und wenn das der Fall ist, dann muss man darüber ins Gespräch gehen, was genau denn stört

und was sich ändern müsste, damit man sich wieder einlassen kann.

Und auch hier ist es gut, einfach mal nachzufragen.

Die fünfte und letzte Frage.

Menschthorsten, wir nehmen uns immer wieder vor, Paarzeit miteinander zu haben, aber

dann kommt irgendwas dazwischen und unsere Pläne sind über den Haufen geworfen und

letztendlich kommen wir irgendwie nicht vom Fleck miteinander.

Und meine erste Frage in solchen Fällen ist, wie denn Paarzeit für die beiden aussieht?

Ist es was Großes?

Ist es ein Wochenendtrip oder kann es auch so was ganz Kleines sein, wie wir laufen einmal

durch den Park spazieren?

Und meistens relativiert sich das denn schon.

Und eine Sache, die da häufig eine Rolle spielt, ist, dass selbst wenn Paare Zeit haben,

für sich, dann sind die Themen, die die Gespräche beherrschen, da geht es meistens um Kindererziehung

oder um Orgarkrams, aber es geht ganz selten dann wirklich auch um die Beziehung.

Und deswegen ist es so wichtig, sich a.

feste Zeiten zu nehmen, die zu blocken, zu sagen, da habe ich ein Babysitter, das ist

fest vereinbart, da lege ich mir auch keine Termine davor oder danach, sondern ich habe

da Zeit für meinen Lieblingsmenschen und sich dann auch etwas zu überlegen, was ein tatsächlich

näher aneinander bringt.

Und letzte Woche habe ich euch erzählt, dass es ein neues Produkt gibt, das ist die Wedeliebespost

und vielleicht hilft ein bisschen dabei dieses Problem zu lösen.

Mit der Wedeliebespost kriegt ihr einmal in der Woche oder wenn ihr möchtet alle 14

Tage oder einmal im Monat eine Postkarte von mir.

Und auf der Postkarte ist eine Idee für eine Paarzeit drauf.

Und das ist eine kleine nette Erinnerung daran, dass Paarzeit wichtig ist, daran, dass ihr

euch Zeit füllen dann nehmt und es löst für euch auch die Frage, was machen wir denn eigentlich

miteinander.

Es ist also Paarzeit in eurem Briefkasten, wenn ihr so möchtet und ihr könnt es im

Abo kaufen und mehr dazu findet ihr unter wedeliebespost.de.

Aber auch ohne die Wedeliebespost ist es wichtig, sich Zeit zu nehmen füreinander, die fest

zu blocken und eine Idee zu haben, was man an dem Tag denn miteinander machen möchte.

Und jetzt schliegt sich der Kreis, es ist glaube ich wichtig, dass man sich Zeit füreinander

nimmt und nicht dafür sorgt, dass man parallel nebeneinander her die Akkus aufleht.

Das war die Q&A zum Thema Paarzeit, ich hoffe, dass ihr euch an der eine oder anderen Stelle

wiedergefunden habt in den Fragen und dass ihr eine Idee, eine Inspiration für euch mitnehmen

könntet, die euch hilft in Zukunft, besser und schönere Paarzeiten miteinander zu verlieben.

Ich freue mich, dass ihr dabei wart und ich hoffe, dass ihr das nächste Mal wieder einschaltet.

Bis dahin, es grüßt im Winkel, euer Torsten.

Über diesen Podcast

Eine Beziehung ist wie ein Weg mit vielen Wegbiegungen – manchmal führt er bergauf, manchmal durch unwegsames Gelände. Doch auch wenn sich Paare zeitweise verlaufen oder der gemeinsame Pfad unklar wird, gibt es immer die Möglichkeit, neue Richtungen einzuschlagen.

In diesem Podcast begleite ich euch dabei, eure Beziehungsdynamiken zu verstehen und bewusste Entscheidungen für euren gemeinsamen Weg zu treffen. Ob es um Kommunikation geht, um das Spannungsfeld zwischen Nähe und Freiraum oder um alte Muster, die sich immer wieder zeigen – hier findet ihr systemische Perspektiven und praktische Impulse für mehr Klarheit in eurer Partnerschaft.

Die Natur spielt dabei eine besondere Rolle. Sie zeigt uns, dass Wachstum Zeit braucht, dass Veränderung natürlich ist und dass auch nach schwierigen Phasen neue Möglichkeiten entstehen können.

Jede Episode bringt euch konkrete Erkenntnisse mit, die ihr direkt in euren Alltag integrieren könnt – ohne Patentrezepte, aber mit fundierten Ansätzen aus der systemischen Paartherapie.

Wo steht eure Beziehung gerade?
Findet es mit dem kostenlosen Beziehungscheck heraus. In nur 20 Minuten bekommt ihr mehr Klarheit über eure Stärken und Entwicklungsfelder als Paar.
Den Beziehungscheck und weitere Impulse findet ihr auf https://www.thorsten-koecher.de/beziehungscheck/utm_source=podcast&utm_medium=podcastbeschreibung

von und mit Thorsten Köcher

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