gut in Beziehung

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Systemische Impulse für bewusste Paarbeziehungen

Transkript

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Hallo und herzlich willkommen bei Gut in Beziehung, deinem Paartherapie-Podcast. Mein Name ist Thorsten Köcher und ich freue mich, dass du heute dabei bist. Das heutige Thema lautet: Gehen oder bleiben – was mache ich eigentlich mit Trennungsgedanken?

Trennungsgedanken kennen wir alle, vor allem dann, wenn wir schon länger in einer Beziehung sind. Wenn du frisch verliebt bist und noch die rosarote Brille aufhast, werden Trennungsgedanken nicht kommen. Mir kamen Trennungsgedanken nicht nur in den großen Krisen, die ich mit meinem Lieblingsmenschen erlebt habe, sondern auch in den stillen Momenten – dann, wenn ich mich unglücklich gefühlt habe.

Für mich war die Erkenntnis, dass mein Lieblingsmensch mich nicht glücklich machen kann, sondern nur ich selbst mich glücklich machen kann, der Schlüssel, um diese Trennungsgedanken hinter mir zu lassen und mich mehr auf meine Beziehung einzulassen. Wir sind soziale Wesen und brauchen Nähe und Beziehung – aber es ist ein Unterschied, ob ich mich davon abhängig mache oder ob ich mein Glück zum Großteil selbst in der Hand halte.

Ganz egal, ob du gerade in einer Krise steckst oder ob es diese stillen Momente sind, in denen Trennungsgedanken auftauchen: Sie zeigen dir in jedem Fall an, dass es so, wie es jetzt ist, nicht bleiben soll. Das bedeutet aber nicht, dass du dich sofort trennen solltest. Meistens haben wir sowieso ein großes Aber im Kopf. Und dieses Aber sorgt dafür, dass wir zwischen Gehen und Bleiben hin- und hergerissen werden.

„Ich kann mich nicht trennen, weil ich finanziell nicht abgesichert bin." – „Ich kann mich nicht trennen, weil wir Kinder haben, die unter der Trennung leiden würden." – „Ich will mich nicht trennen, weil es so viele gute Seiten in unserer Beziehung gibt." – „Ich will mich nicht trennen, weil wir schon so viele Jahre zusammen sind."

Wenn du diesen Gedankenkreislauf im Kopf nicht stoppen kannst, führt das oft dazu, dass du sagst: Ich würde mich vielleicht trennen, aber es gibt so viele Gründe dagegen – also ergebe ich mich in mein Schicksal. Und das bedeutet meistens, dass alles so bleibt, wie es ist. Ich glaube, das ist der falsche Weg.

Denn Trennungsgedanken sind dazu da, dir zu zeigen, dass etwas nicht stimmt und dass du etwas ändern solltest. Nutze diesen Impuls lieber für eine gründliche Beziehungsinspektion: Was läuft gut? Womit kannst du leben? Was muss sich ändern? Welchen Anteil hat mein Partner daran – und was liegt bei mir?

Es ist wichtig, dass du dir klar machst, wo genau du stehst – mit allen Facetten, die zu deiner Beziehung gehören. Wenn du Trennungsgedanken hast, schaust du häufig nur auf das, was nicht funktioniert. Eine Beziehungsinspektion lädt dich ein, alles aufzufächern und ein Gesamtbild zu gewinnen.

Von dort aus kannst du einen Schritt weitergehen: einen Blick in die Zukunft werfen. Wie würde dein Leben in einem Monat, in einem Jahr oder in fünf Jahren aussehen? Wie sähe dein Leben idealerweise aus, wenn ihr die aktuelle Krise überwunden hättet? Welches Potenzial habt ihr als Paar, wenn ihr bereit seid, weiter an eurer Beziehung zu arbeiten?

Wie würde sich dein Leben verändern, wenn du mehr Verantwortung für dein eigenes Glück übernehmen würdest – wenn du mehr Selbstfürsorge an den Tag legen würdest? Und was würde passieren, wenn du dich trennst? Wo würdest du leben? Wärst du vielleicht in einer neuen Beziehung? Wie glücklich wärst du?

Dieser Blick in die Zukunft soll dir nicht helfen, eine Entscheidung zu treffen, ob du gehen oder bleiben solltest. Er soll dir Klarheit verschaffen und dich vor allem dazu anregen, zu überlegen: Was wäre heute mein nächster Schritt, um meinem Ideal von einem glücklichen Leben ein Stück näherzukommen?

Wenn dich deine Trennungsgedanken nicht loslassen, kann professionelle Hilfe bei einem Paarberater helfen – übrigens auch dann, wenn du dich für eine Trennung entscheidest. Zu wissen, was sich ändern soll, und das so zu kommunizieren, dass dein Lieblingsmensch sich nicht angegriffen, sondern eingeladen fühlt – das ist eine echte Kunst.

Deswegen möchte ich dich zu einer kostenlosen Challenge einladen: „Grow your Relationship" heißt sie, und es geht darum, mehr Liebe und Vertrauen durch bessere Kommunikation zu schaffen. Den Link zur Challenge findest du in den Shownotes.

Ein großes Thema, um Trennungsgedanken hinter sich zu lassen, ist der Mindshift, von dem ich am Anfang gesprochen habe: das Bewusstsein, dass du dein Glück selbst in den Händen hältst. Diesem Mindshift wird eine eigene Podcast-Folge gewidmet – auf die du dich jetzt schon freuen kannst.

Vielen Dank, dass du heute dabei warst und mir zugehört hast. Bis zum nächsten Mal – bleibt gut in Beziehung, bleibt draußen.

Über diesen Podcast

Eine Beziehung ist wie ein Weg mit vielen Wegbiegungen – manchmal führt er bergauf, manchmal durch unwegsames Gelände. Doch auch wenn sich Paare zeitweise verlaufen oder der gemeinsame Pfad unklar wird, gibt es immer die Möglichkeit, neue Richtungen einzuschlagen.

In diesem Podcast begleite ich euch dabei, eure Beziehungsdynamiken zu verstehen und bewusste Entscheidungen für euren gemeinsamen Weg zu treffen. Ob es um Kommunikation geht, um das Spannungsfeld zwischen Nähe und Freiraum oder um alte Muster, die sich immer wieder zeigen – hier findet ihr systemische Perspektiven und praktische Impulse für mehr Klarheit in eurer Partnerschaft.

Die Natur spielt dabei eine besondere Rolle. Sie zeigt uns, dass Wachstum Zeit braucht, dass Veränderung natürlich ist und dass auch nach schwierigen Phasen neue Möglichkeiten entstehen können.

Jede Episode bringt euch konkrete Erkenntnisse mit, die ihr direkt in euren Alltag integrieren könnt – ohne Patentrezepte, aber mit fundierten Ansätzen aus der systemischen Paartherapie.

Wo steht eure Beziehung gerade?
Findet es mit dem kostenlosen Beziehungscheck heraus. In nur 20 Minuten bekommt ihr mehr Klarheit über eure Stärken und Entwicklungsfelder als Paar.
Den Beziehungscheck und weitere Impulse findet ihr auf https://www.thorsten-koecher.de/beziehungscheck/utm_source=podcast&utm_medium=podcastbeschreibung

von und mit Thorsten Köcher

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